Gehen Teil I: Gesunder Trendsport auch für Sportmuffel

Senior Couple doing sport outdoors, jogging on a forest road in the autumn

Vielfach wird geraten, dass man fünf mal die Woche jeweils ca. 30 Minuten körperlich aktiv sein sollte.

Haben Sie darauf keine Lust? Klingt Ihnen das viel zu anstrengend und schweißtreibend? Da sind Sie nicht allein. Aber ich habe eine gute Nachricht. Es geht auch einfacher. Glauben Sie nicht? Dann warten Sie mal ab. Sie brauchen keine teure Ausrüstung oder gar eine extra Klamotte, behalten Sie einfach an, was Sie sonst auch tragen. Sie müssen nicht Mitglied in einem Fitnessstudio sein, es kommen keine Gebühren oder Eintrittsgelder auf Sie zu. Auch an feste Zeiten oder einen bestimmten Ort sind Sie nicht gebunden. Außerdem ist die Verletzungsgefahr gering. Es ist nicht besonders anstrengend und Sie kommen nicht völlig außer Atem. Trotzdem tun Sie extrem viel für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es aber. Probieren Sie es doch einmal mit simplen Gehen. Kein Witz.

Gehen ist eine sehr natürliche Art der Bewegung. Alles was Sie brauchen, hat Ihnen die Natur bereits mitgegeben, zwei Beine. Dazu kommt, dass Sie Gehen oder auch Spazierengehen als „Sportart“ nicht erst erlernen müssen, wie es bei anderen Disziplinen häufig der Fall ist. Natürlich klingt Gehen als Sport erst einmal banal, aber so banal ist es gar nicht. Was die Muskelaktivität und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Muskeln angeht, ist Gehen ein sehr komplexer Vorgang. Zahlreiche Muskeln sind in einer bestimmten Reihenfolge aktiv. Sie sorgen so für die nötige Bewegungsabfolge und auch für das Halten des Gleichgewichts, damit man vom Fleck kommt und gleichzeitig nicht umfällt. Das Beste ist: Spazierengehen ist für nahezu jeden in jeder Altersgruppe geeignet, da die Anstrengung und auch die Belastung eher gering sind.

10.000 Schritte am Tag gehen

In letzter Zeit hört und liest man immer wieder von den magischen 10.000 Schritten am Tag. Ein gesunder Mensch sollte demnach jeden Tag 10.000 Schritte zurücklegen. Generell bin ich nicht der Typ, der jedem Trend hinterher rennt oder in diesem Fall wohl eher geht, aber diese „Kampagne“ halte ich für durchaus sinnvoll. Man darf es nur, wie überall, nicht übertreiben. Es ist ratsam, sich einen Schrittzähler (PRODUKTEMPFEHLUNG?) zuzulegen, damit man am Ende des Tages sieht, wie viel man tatsächlich gelaufen ist. Außerdem kann so ein Schrittzähler auch anspornen die 10.000er-Marke zu knacken. Sie sollten es aber nicht zu verbissen sehen. Es wird immer Tage geben, an denen Sie das Soll nicht erfüllen. Dafür wird es andere geben, an denen Sie es übererfüllen. Und selbst wenn nicht, man ist nicht immer perfekt – und das ist auch gut so. Freuen Sie sich dann über die anderen Tage, an denen Sie 10.000 Schritte gelaufen sind.

10.000 Schritte sind nicht wenig. Wer einen Hund hat, von Beruf Briefträger ist oder als Hausfrau oder -mann neben dem Haushalt auch Kinder zu versorgen hat, der hat eher kein Problem die 10.000 Schritte am Tag voll zu machen. Für alle anderen – insbesondere Büromenschen – ist es deutlich schwieriger. Neben der Arbeit hat man nicht immer Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang. Ein extra Spaziergang ist im Alltag jedoch gar nicht immer notwendig, um die Schrittgrenze zu erreichen. Bauen Sie einfach mehr Schritte in ihren Alltag ein, die sich über den Tag summieren. Nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl, parken Sie das Auto mal weiter weg oder lassen Sie es gleich ganz stehen. Auch am Schreibtisch können Sie etwas tun. Stehen Sie zum Beispiel während eines Telefonats auf und gehen Sie ein paar Schritte hin und her. Entsprechendes gilt beim Nachdenken oder Diktieren. In einem Großraumbüro sollten Sie das aber vielleicht eher lassen. Eine andere Möglichkeit ist es, keine Büromaterialvorräte in greifbarer Nähe zu hamstern, so dass Sie ein paar Schritte gehen müssen, um neues Papier oder ähnliches zu holen. Werden Sie kreativ und machen Sie ordentlich Schritte.

Warum das Gehen so gesund ist und was Sie Ihrem Körper mit jedem Schritt Gutes tun, lesen Sie im zweiten Teil (-Hier-).

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